Gunda Förster

Gunda Förster, TUNNEL, LED
Gunda Förster, TUNNEL, LED, Deutscher Bundestag, Wilhelmstraße 65, Berlin, permanente Arbeit seit 2012
© Gunda Förster

Für den neuen Fußgängertunnel, der das Abgeordnetenhaus in der Wilhelmstraße 65 mit dem Jakob-Kaiser-Haus, dem Marie-Elisabeth-Lüders-Haus und dem Paul-Löbe-Haus miteinander verbindet, hat Gunda Förster eine Lichtinstallation entworfen und umgesetzt.

An beiden Seiten des Tunnels sind vertikal und an der Decke horizontal Lichtlinien aus weißen LED mit gelber Acrylglasabdeckung angebracht. Die entstehenden Bögen strukturieren den engen Raum des Tunnels neu. Ihr helles, orange-gelbes Licht lässt vergessen, dass sich Passanten unter der Erde, in einem sonst eher finster beklemmenden Durchgang befinden.

Fast in der Mitte macht der Tunnel einen Knick. Dort verdichten sich die Leuchten – und lassen erstrahlen, was sonst nicht einsehbar wäre: Denn was liegt hinter dem Knick? Wer könnte hier aus dem Dunkel um die Ecke biegen? Gunda Förster setzt mit ihren außergewöhnlichen Licht-Perspektiven außer Kraft, was sein könnte: Angst vor Begegnungen, vor Begegnungen mit Fremdem.

Gunda Förster wurde in Berlin geboren und studierte 1991–1997 Bildende Kunst an der Hochschule der Künste Berlin, 2007–2009 war sie Gastprofessorin an der Leibniz Universität Hannover und bekleidet seit 2015 eine Professur an der Fakultät Gestaltung der Hochschule Wismar. Seit 1994 wurden ihre Arbeiten in zahlreichen internationalen Ausstellungen präsentiert. In Europa und Nordamerika realisierte sie diverse Arbeiten im Architekturkontext sowie im urbanen Raum in. Sie wurde mit verschiedenen Kunstpreisen und Stipendien ausgezeichnet, darunter dem Deutschen Kunstpreis, dem Karl Schmidt-Rottluff Stipendium sowie dem H. W. & J. Hector Kunstpreis.

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TITEL
TUNNEL # 2

KÜNSTLERIN
Gunda Förster

STANDORT
Wilhelmstraße 65, Tunnel zum Parlamentsgebäude

EIGENTÜMER
Deutscher Bundestag