STARTSEITE IMPRESSUM AGB HAUPTSTADTPORTAL
Berlin Wilhelmstrasse Berlin Wilhelmstrasse
KUNST UND KULTUR NOW AND THEN IDEEN UND PROJEKTE FüHRUNGEN BERLINER UNTERWELTEN ARCHITEKTURFüHRUNGEN DREHORT BERLIN KLEINE STADTFLUCHTEN PAVILLONS AM DENKMAL ANGEBOTE WEBCAM BILDERGALERIE FILMGALERIE GEWERBE EINTRAGEN
Sie befinden sich hier: Führungen / Führungen email schreiben diese Seite drucken
Berliner Unterwelten e.V.
Gesellschaft zur Dokumentation und Erforschung unterirdischer Bauten
Erleben Sie Berliner Stadtgeschichte aus einer ungewöhnlichen Perspektive! Der Berliner Unterwelten e.V. bietet seit 1999 regelmäßige Führungen durch unterirdische Bauwerke an. Speziell rund um den Regional- und Fernbahnhof Gesundbrunnen werden mehrere Touren angeboten, die durch geheimnisumwitterte und lange Zeit in Vergessenheit geratene Bunker- und Verkehrsanlagen des Berliner Untergrunds führen. Außerhalb der öffentlichen Führungszeiten bietet sich zudem die Möglichkeit, auch mit Gruppen „Berlin von unten“ zu erkunden.

Tour 1: Dunkle Welten
- Zeitgeschichtliche Führung durch einen authentischen Ort
Tour 2: Vom Flakturm zum Trümmerberg
– Einstieg in eine faszinierende unterirdische Ruinenlandschaft
Tour 3: U-Bahn, Bunker und Kalter Krieg
– Stadtgeschichte aus einer ungewöhnlichen Perspektive
Tour 4: Faszination Rohrpost
– Die kleinste U-Bahn Berlins
© Berliner Unterwelten
Tour D – Auf den Spuren der U-Bahnlinie D
Geisterbahnhöfe und vergessene Tunnel entlang der heutigen U8
Die U-Bahnlinie D (heute U8) ist nicht die älteste U-Bahnline Berlins, aber mit Sicherheit die interessanteste und nebenbei auch noch unsere „Hausstrecke“. Schließlich entstand der Gesundbrunnen-Bunker, in dem sich das „Berliner Unterwelten-Museum“ befindet, als Teil des U-Bahnhofs Gesundbrunnen. Entlang der U-Bahnlinie D führen wir Sie an verschiedene Orte, die vielfach im Verborgenen liegen und nicht öffentlich zugänglich sind. Erleben Sie die wechselvolle Geschichte der U-Bahnlinie D von der 16-jährigen Planungszeit, dem Bau, den Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges, der Zeit als Geisterlinie im geteilten Berlin bis zur heutigen U8.
-> Mehr Infos
- Eine abenteuerliche Abstiegstour in den Trümmerberg
Tour E – Humboldthain-Extrem
Eine abenteuerliche Abstiegstour in den Trümmerberg
Diese besondere Tour führt Sie ganz tief nach unten. Allerdings wird der Abstieg nicht ganz einfach. Durch die teilgesprengte Ruine des Flakturms, die in der Nachkriegszeit mit einem riesigen Trümmerberg überdeckt wurde, geht es über abenteuerliche Wege fünf Etagen hinunter bis ins ehemalige Erdgeschoß des Stahlbetonkolosses. Ganz Mutige können noch eine weitere Ebene hinuntersteigen in die einstigen Kabelkanäle und das Tiefgeschoß.
Die Tour ist mit einer alpinen Wanderung durch schwieriges Gelände vergleichbar, daher sind in jedem Fall festes überknöchelhohes Schuhwerk, robuste und etwas wärmere Kleidung, Schutzhandschuhe und Taschenlampe erforderlich und mitzubringen! Helme werden gestellt. Aus diesem Grunde können auch nur physisch belastbare und sportliche Personen ab 18 Jahre teilnehmen, darüber hinaus sollten die Teilnehmer schwindelfrei sein.
Während des Abstiegs berichten unsere Referenten über die wechselvolle Geschichte des einstigen Kriegsbauwerkes. Sie können sich selbst einen Eindruck verschaffen, welche Auswirkungen die Sprengungen durch französische Pioniere im Jahre 1948 hatten.
Es erwartet Sie ein abenteuerliches und für Berlin einmaliges Erlebnis, aber auch ein Abstieg einen sehr dunklen Teil unserer Geschichte, der zum Nachdenken anregt...

Wichtige Hinweise:
Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Es können nur angemeldete „bergwanderfähige“ Personen über 18 Jahren teilnehmen. Jeder Teilnehmer muß vor Beginn der Tour mit seiner Unterschrift erklären, daß er die Sicherheitshinweise gelesen und verstanden hat.
Durch die Teilnehmer mitzubringen sind in jedem Fall: festes überknöchelhohes Schuhwerk (z.B. Bergstiefel), robuste und etwas wärmere Kleidung, Schutzhandschuhe und Taschenlampe. Helme werden gestellt.

© Reiner Janick
Mitten im Berliner Forst, am südwestlichen Stadtrand Berlins, am Ende der Straße „Am Großen Wannsee“ befindet sich ein Gelände, das bis heute Spuren der Geschichte Berlins aufweist, vom Nationalsozialismus angefangen, über die Berlin-Blockade und den Kalten Krieg bis hin zur geplanten Nutzung als Notkrankenhaus in Katastrophenfällen. Als “Reichsluftschutzschule“ wurden in den Jahren 1938/39 zahlreiche, durch den Zehlendorfer Architekten Eduard Jobst Siedler geplante, Gebäude errichtet. Während des Zweiten Weltkriegs entstand auf dem Gelände ein Hochbunker, der mit seinen sechs Ebenen noch heute zu den größten und stabilsten Bunkerbauten Berlins zählt. Er diente ab 1943 dem “Stab der Luftflotte Mitte“ als Befehlsstand. Von hier aus – hinter Außenwänden und Decken von bis zu 4 Meter dickem Stahlbeton verborgen – leitete man die gesamte Luftverteidigung um Berlin. Während der Berlin-Blockade 1948/49 und bis 1967 nutzte die Landespostdirektion den Bunker als Sendestelle für die drahtlosen Fernsprechverbindungen mit Westdeutschland, da sämtliche Kommunikationsmöglichkeiten von und nach West-Berlin unterbrochen waren. Danach diente der Bau als Pathologie und Leichenhalle für die in der alten Luftschutzschule untergebrachte Lungenfachklinik Heckeshorn.
Ab August 1985 wurde der Bunker für knapp 10 Mio. DM als “Notkrankenhaus“ für 600 Personen völlig umgebaut. Es sollte im “Ernstfall“ 407 Patienten sowie 120 Ärzte und Pfleger aufnehmen. Erst 1993, vier Jahre nach dem Fall der Mauer, war das Notkrankenhaus fertig gestellt und einsatzbereit. Im Jahre 2001, zehn Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges, erfolgte schließlich ein radikaler Rückbau. Die noch original verpackte Krankenhauseinrichtung wurde als Geste der humanitären Hilfe an ehemalige Gegner im Kalten Krieg verschenkt. Allerdings unterliegt die Anlage immer noch der Zivilschutzbindung. Im Bunker befinden sich heute neben den vier Operationssälen die Räume der Röntgenabteilung sowie zahlreiche Bettenräume, dazu noch zwei Notstrom-aggregate, eine große Schutzluftanlage, eine Brunnenwasserversorgung sowie ein Aufzug und eine Großküche.
Der Berliner Unterwelten e.V. bietet an jedem 2. Sonntag im Monat Führungen über das Gelände der ehemaligen Reichsluftschutzschule und durch den Hochbunker Heckeshorn an.
-> www.berliner-unterwelten.de
© Berliner Unterwelten
Tour M – Mauerdurchbrüche
Unterirdische Fluchten von Berlin nach Berlin
Seit das SED-Regime im August 1961 die Berliner Mauer errichtete, gab es immer wieder Versuche, mittels in den märkischen Sand gegrabener Tunnel die tödlichen Sperranlagen zu überwinden und die Freiheit zu erlangen. Der erste Tunnel entstand im Dezember 1961, der letzte 1985. Insgesamt waren es siebzig Fluchttunnel; durch die erfolgreichen gelangten über 300 DDR-Bürger nach West-Berlin. Es gab spektakuläre Aktionen, Verrat und bitteres Scheitern, weil die Stasi Wind bekommen hatte. Ein regelrechtes Katz-und-Maus-Spiel zwischen Tunnelbauern und Staatssicherheit entstand, unter zunehmend erschwerten Bedingungen für Fluchtwillige ...
-> Mehr Infos
Zentraler Kartenverkauf für Führungen Tour 1–3: ausschließlich in unserer Geschäftsstelle in der südlichen Ausgangshalle U-Bahnhof Gesundbrunnen (Brunnenstraße 105)
Eintritt: € 9,- (€ 7,-)
Treffpunkt und Karten Tour 4: Monbijoustraße 1 (Ecke Oranienburger Str.)
Kartenverkauf ab ca. 15 Min. vor Führungsbeginn
!!! Neue Öffnungszeiten unserer Geschäftsstelle !!!
Unsere Geschäftsstelle ist zukünftig für den Kartenverkauf der Touren 1, 2 und 3 täglich von 10.30 Uhr bis 16.00 Uhr geöffnet.